Einsamer Rufer? – Lone voice?

Yufkateig gefüllt mit Bohnen, Zwiebeln, Tomatensauce und kleinen Würfeln ‘Sheeze’, mit Soja-Yoghurtsauce/Yufka leafs, filled with beans, onions, tomato sauce and small dices of ‘Sheeze’, with soy yoghurt sauce
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(please scroll down for the English version of this post)
In letzter Zeit ist mein Blog wieder etwas eingenickt. Ich habe mich statt dessen sehr auf mein Fotoprojekt “100 strangers” konzentriert. Dadurch habe ich ja auch die entzückende Zombiekatze kennen gelernt.
Wer mag, kann bei meiner Sammlung von Menschen, die ich auf der Straße anspreche und um ein Portrait bitte, vorbeischauen. Hintergründe zum Projekt gibt es hier.
Ins vegane Leben ist mehr Ruhe eingekehrt.
Nachdenklich bin ich darüber, wie ich mit manchen Verhaltensweisen im Umfeld umgehen soll. Ich habe ja mit viel Enthusiasmus versucht Menschen für veganes Essen zu begeistern. Langsam kommt bei mir nun Frust auf, weil es eine ausgesprochen einseitige Sache mit wenig Effekt ist. Klar, greift jeder gerne zu, wenn es umsonst leckeren Kuchen gibt. Auch da gilt: Hauptsache es schmeckt. Mir ist es aber noch nicht passiert, dass mich im Gegenzug einmal jemand bedacht hat.
Wenn es Kuchen für alle gibt, gehöre ich eben nicht mehr zu allen dazu und bin “irgendwie selber schuld”. Schön fühlt sich diese Außenseiterrolle nicht an. Und es geht bei dem Thema ja um viel mehr als um eine private Entscheidung, sonder darum Stellung zu einem drastischen Problem zu beziehen.
Es macht mich wütend, weil es zeigt, wie gleichgültig den anderen ist, welche Konsequenzen ihr Verbrauch an Tierprodukten hat – auch wenn sie durch mich die Alternativen kennen gelernt haben und merken, dass man genießen kann, ohne die allgegenwärtige Tierausbeutung zu finanzieren.
Auch beim letzten Treffen mit Freundinnen war es so. Die gleichen Freundinnen hatten beim vorherigen Treffen daran gedacht, etwas Veganes zu unserem Abend mitzubringen. Nun gab es außer Perlzwiebeln und Paprika aus dem Glas für mich nur die Olivencreme, die ich selbst mitgebracht hatte. Die anderen schwärmten, wie lecker Käse und Fisch sei und hauten ordentlich rein. Ob sie meine Situation überhaupt bemerkt haben, oder ob sie es bewusst übergangen haben, weiß ich nicht.
Ich habe das Thema nicht angesprochen. Es ist so etwas wie die Erschöpfung des einsamen Rufers eingetreten. Wie kann ich meine Meinung äußern, ohne eingeschnappt zu wirken, ohne nur als „komplizierter Esser“ wahrgenommen zu werden oder ohne dass die anderen nur abwehrend reagieren?
Ich denke, wann immer man alleine gegen andere steht, entstehen solche Konflikte und Frustrationen. Mich stimmen solche Momente vor allem pessimistisch darüber, wie weit eine Gesellschaft lernfähig und vor allem lernwillig ist. Es ist wohl so viel leichter, einfach so weiter zu machen, statt die Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen. Da kann man von außen herzlich wenig bewegen. Es ist hart, dabei zuzusehen, wenn man weiß, dass dieses Verhalten wahnsinnig ist und Bestandteil eines kollektiven Verbrechens an Menschen, Welt und Tieren.
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Zwischendurch ist mir noch etwas zu der üblichen Argumentation eingefallen, der Mensch sei Allesfresser und Fleisch sei ganz wichtig für die Entwicklung des Steinzeitmenschen gewesen.
Natürlich ist erst einmal nicht alles, was einmal wichtig für die Entwicklung war auch aktuell hilfreich für die Menschheit. Aber man kann auch einfach ein Rechenbeispiel daraus machen. Die Steinzeitmenschen haben zu 80% vegan gelebt. So lange mein Gegenüber nicht zu mindestens 60% vegan lebt, bin ich viel näher dran an seinem hochgeschätzten steinzeitlichen Ideal als er.
So lange er seine Ernährung also nicht entsprechend umstellt, schießt er sich mit dem Argument ins eigene Bein. Nur weil Neandertaler in harten Wintern auch mal Fleisch gegessen haben, rechtfertigt das ein radikal un-veganes Leben, wie es heute üblich ist, in keiner Weise.
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Lately, my blog has dozed off again. I focused on my photo project „100 strangers“. This is for example how I met lovely Zombiekatze.
You are welcome to visit my collection of people, I have approached in the street and ask for a portrait. You can find some information on the project here.
I feel quite settled in my vegan life.
There is some pondering, yet, how to handle certain reactions of my environment. In the beginning, I tried to inspire people with much enthusiasm to eat more vegan food. Slowly this is getting frustrating, for it clearly is a one-way road with little to no effect.
Of course, everybody tucks in, when there is yummy cake for free. But until now, not a single person bothered to return the favor. If there is ‘cake for everybody’ at work, I’m not part of everybody, any longer, and it is ‘all my fault’.
The role of the outsider is not pleasant. This is about much more than a private decision, but about taking a stand in a dramatic political and ethical issue.
People’s indifference is making me angry. It reflects, how little they care about the consequences of their consumption of animal products. Even if I was putting better solutions right in front of them. Obviously, it takes more to start a thought process.
It was the same, on my last pot luck meeting with friends. On the reunion before, most of them had brought something vegan to our evening, too. This time all I got was pickled onions and peppers, next to the olive paste I had brought, myself. The others were crazy about the fish and the cheese. Whether they even realized my situation, I don’t know. Maybe they just ignored it.
I didn’t address the subject. Have I turned into the lone voice in the wilderness? How can you address such subject, without coming across as miffed or preachy about their choices, or just being the nagging ‘picky eater’.
I guess, if you are one against many, there will be always conflict and frustration like that. Such moments set me in a pessimistic mood about the ability and above all willingness of a society to change.
To most it seems so much easier to carry on, instead of taking responsibility for their actions. It’s hard to watch, if you know for sure what happens and is labeled ‘normality’ is pure craziness and a collective crime against the world, fellow men and animals.
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In the meantime, I came up with reasoning for the common argument, humans were omnivore by nature and meat had been crucial for the development of the caveman. Of course, not everything that once had been useful for development still is for mankind, today.
But let’s just do the math. Those often cited cavemen were eating vegan 80% of the time. As long as my counterpart does not eat vegan at least 60% of the time, I am much closer to his highly estimated ideal. As long as he won’t change his diet, he will just shoot his own foot with his point.
The fact that cavemen ate a little meat in cold winters, does not justify in the slightest the radical non-vegan lifestyle of today.





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